Die neue EFTA-CIM- Präsidentin heißt Sie Willkommen


Die Kammer der individuellen Mitglieder der EFTA (EFTA-CIM) vereint eine Vielzahl von Profis – Sozialarbeiter, Erzieher, Krankenschwestern, Ärzte, Psychiater, Psychologen, Ergotherapeuten und andere Gesundheitsberufe – die zusätzlich zu ihrer Grundausbildung eine lange, umfassende Ausbildung in Familientherapie und / oder dem systemischen Ansatz gemacht haben. Sie müssen ebenfalls eine Praxis der Arbeit mit Familien, Paaren und ausgedehnten Systemen vorweisen.

Wir haben 1100 Mitglieder in 29 Ländern in Europa, aber auch in Israel, Malta, Brasilien, Chile, Kanada, Senegal, den USA und der Türkei. Die am meisten vertretenen Länder sind Frankreich, Griechenland, Belgien, Italien und Spanien. Wir fördern die Mitgliedschaft in allen Ländern um einen reichen Meinungsaustausch und vielfältiges Lernen zu ermöglichen. Die Website ermöglicht es unseren Mitgliedern miteinander Kontakte aufzunehmen und auszutauschen.

Wir danken Jacques Pluymaekers, scheidender Präsident des EFTA-CIM und Mitbegründer des EFTA- Netzwerkes, für sein Engagement und seine ständige Präsenz in der Vereinigung. Im Oktober 2013 hat ihn das “General Board” der EFTA einstimmig zum Ehrenpräsident gewählt. Als neue Präsidentin des EFTA-CIM, habe ich die Verantwortung, seine Arbeit fortzusetzen und den Geist der Gründer zu respektieren.

Die Mitglieder des EFTA-CIM Boards wurden ebenfalls in Istanbul gewählt. Es fanden sich eine neue Gruppe hoch motivierter Personen die sich intensiv für ein gemeinsames Ziel einsetzten werden: die Entwicklung der Vorteile der Mitgliedschaft in der EFTA-CIM und die Anerkennung der Familienpsychotherapie. Wir sind entschlossen die Zahl der Mitglieder zu erhöhen und kreative Aktivitäten wie das Erstellen einer Fachzeitschrift, Treffen und Austausch zu fördern.

Der neue Vorstand des EFTA-CIM besteht aus: Anne Chouhy (Vorsitzende-Italien), Juan Antonio Abeijon Merchan (Spanien ), Thierry Darnaud (Frankreich ), Christian Defays (Belgien) , Eric Louis (Schweiz) und Martine Nisse (Frankreich).

Als langjähriges Mitglied der EFTA-CIM, erkenne ich, dass es der Zweck und das Wesen der EFTA ist uns Familientherapeuten, ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe von Menschen zu geben, die die gleichen beruflichen Interessen teilen. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit ermöglicht uns auch unserem unterschiedlichen Blick auf einer persönlichen, beruflichen, gesellschaftlichen oder kulturellen Ebene Ausdruck zu geben.

Aus meiner Sicht kann der Systemische Blick, als eine Einheit metatheoretischer Elemente, einen reichen Kontext erschaffen, der die verschiedenen Ansätze der Familientherapie vereint und ihnen ermöglicht unter einem gemeinsamen Dach zu koexistieren. Wir achten auf die Familie, die die Grundeinheit der menschlichen Entwicklung bildet.
Eines der ersten Ziele der EFTA ist die Schaffung eines Rechtsrahmens in dem unser Beruf existieren kann. In der Tat, die Familienorientierung systemischer Therapeuten steht oft vor Schwierigkeiten vom medizinisch-sozialen Umfeld akzeptiert zu werden.
Dank der Menschen die eine holistische, analoge und ökologische Sicht menschlicher Systeme (Einzelpersonen, Familien und soziale Gruppen ) haben konnte ein Raum geschaffen werden in dem der lineare, manichäische und auf Symptome konzentrierten Betrachtungswinkel ausgedehnt wurde auf einen kontextorientierten ( in Bezug auf menschliche Beziehungen) Konfigurationsprozess. Von dieser Philosophie durchdrungen, verbindet die EFTA-CIM Menschen und schafft ein Umfeld, in dem wir uns identifizieren können, ein Netzwerk in dem Kommunikation und Zusammenarbeitet gelebt werden kann. Ein Kontext, in dem wir wachsen und kreativ sein können, in dem wir unsere Ansätze weiter entwickeln können.

Darüber hinaus denke ich, dass es unsere Verantwortung ist, Kriterien für Lehre und Ausbildung zu entwickeln die den Herausforderungen unseres Berufes, der Arbeit mit unseren  Kunden und mit größeren Systemen entsprechen. Es ist wichtig, dass unser Ansatz in der Grundausbildung und allgemeinen beruflichen Ausbildung seinen Platz bekommt. Von diesem Standpunkt aus, ist es entscheidend, dass wir sehr präsent sind und die hohe Qualität unserer Arbeit verdeutlichen. Das Hauptziel der EFTA-CIM ist der fachliche Austausch zwischen Familientherapeuten in Europa, so dass sie ihre Erfahrung, Praxis und Forschung teilen können.

Wir leben in einer Zeit, in der die globale Realität sich sehr ändert. Unsere Gesellschaft fordert  Ansätze die die Pflege von Menschen, ihre Beziehungen und die Systeme in denen sie interagieren zum Ziel haben. Darüber hinaus müssen wir auch verbunden sein mit anderen Fachleuten. Durch die Förderung der individuellen Mitgliedschaft und die aktive Mitarbeit in der EFTA-CIM erweitern wir unsere Perspektive und unsere Stimme wird stärker werden. Ideen, Anregungen und vor allem die aktive Teilnahme sind sehr wichtig. Die starke Stimme des Einzelnen in der Gruppe ist eine Priorität EFTA-CIM im Sinne des Wachstums und der Entwicklung. Was in Jedem ist, ist im Ganzen.



Anne Chouhy

Präsident EFTA CIM